Der Schweizer Sportartikelhersteller On verzeichnet im zweiten Quartal 2026 ein deutliches Umsatz- und Margenwachstum, insbesondere im Direktkundengeschäft. Die Bruttomarge steigt auf 65,4 Prozent, der Nettogewinn wird wieder positiv.
On hat im zweiten Quartal 2026 starke Ergebnisse erzielt. Der Umsatz stieg um 21,6 Prozent. Das Direktkundengeschäft legte um 26 Prozent zu und erreichte mit 388,4 Millionen Franken einen neuen Höchstanteil von 45,7 Prozent. Die Bruttomarge verbesserte sich um 3,9 Prozentpunkte auf 65,4 Prozent, und der Nettogewinn drehte von einem Verlust von 40,9 Millionen Franken im Vorjahr auf plus 105 Millionen Franken.
Die schweizer Marke On hat einen Umsatzanstieg von 21,6 %
Die Zahlen im Detail
Regional zeigte sich vor allem Asia Pacific als Wachstumsmarkt. Mit einem Plus von 43,1 Prozent, angetrieben von Japan, Südkorea und China, verzeichnete sie das stärkste Wachstum. Auch die kleineren Kategorien Bekleidung und Accessoires wuchsen überdurchschnittlich um 47,7 Prozent beziehungsweise 88,3 Prozent. Die Bruttomarge von 65,4 Prozent ist besonders beachtlich, weil höhere US-Importzölle bereits vollständig eingepreist wurden. Das bereinigte EBITDA stieg um 23,5 Prozent auf 168,1 Millionen Franken, die entsprechende Marge lag bei 19,8 Prozent. Für das erste Halbjahr 2026 summierte sich der Umsatz auf 1,682 Milliarden Franken – ein Plus von 14,0 Prozent. Auf Basis dieser starken Performance hob On seine Prognose für die Bruttomarge auf mindestens 65,0 Prozent an und bestätigte die erwartete EBITDA-Marge von 19,5 bis 20,0 Prozent.
Auswirkungen auf den Sporteinzelhandel
Der hohe DTC-Anteil (Direct-To-Consumer Anteil) von 45,7 Prozent setzt den klassischen Sporteinzelhandel unter Druck. On baut seine eigenen Vertriebskanäle konsequent aus, zuletzt mit Filialeröffnungen in Sao Paulo und Kopenhagen. On zeigt, wie mit einer starken DTC-Strategie profitables Wachstum möglich ist, auch in Markt, der von Nike, Adidas und Puma dominiert wird.